Neujahrskonzert des Kulturrings – Grußwort des Vorsitzenden Helmuth Kern und der Bürgermeisterin Melanie Braun

Neujahrskonzert des Kulturrings 
– Grußwort des Vorsitzenden Helmuth Kern und der Bürgermeisterin Melanie Braun

 

Neujahrskonzert 2026 Kulturring Dialogansprache/Begrüßung - Der Dialog (eine schmackhafte Mischung aus zwei Zutaten) 

(Melanie Braun) Liebe Gäste, 

ein herzliches Willkommen im neuen Jahr hier im Kulturring Neckartenzlingen. Wir wünschen allen hier im Saal ein frohes Jahr 2026. Wünsche sind mit Hoffnung verbunden, mit der Hoffnung, dass der Wunsch erfüllt wird, dass das Gewünschte eintrifft. Hoffnung ist wie ein Weg, der im Nebel liegt. Ich finde, dass das ein treffendes Bild ist. 

 

(Helmuth Kern) Das ist richtig. 

Der Weg ist da, auch wenn wir ihn nicht sehen, oder zumindest nicht so genau. Und wir hoffen, dass es in diesem Jahr ein Weg ist, der zum Frieden führt. Dass Frieden bleibt und Krieg nicht wird. Hoffnung prägt jeden Anfang. Und am Anfang sind wir immer gespannt, was kommt. 

 

(Melanie Braun) Diese Spannung werden wir nachher erleben können. Im festlichen Neujahrskonzert mit der Kammeroper Köln, unter der Leitung von Esther Hilsberg-Schaarmann. Achten Sie nachher darauf, wie hier Spannung entsteht, wenn die Dirigentin den Taktstock hebt, alle Orchestermitglieder gleichsam den Atem anhalten und aus vollkommener Ruhe heraus dann der erste Ton erklingt. 

 

(Helmuth Kern) Spannung löst sich – und freudige Entspannung setzt hier im Saal ein, auch wenn draußen alles so bleibt, wie es war. Das ist eben das Besondere an der Musik und den Darstellenden und Bildenden Künsten. Sie nehmen uns in eine andere Welt mit, in eine hoffnungsvolle, in der im Spiel Spannungen sich lösen und Fröhlichkeit wird. 

 

(Melanie Braun) Am Anfang des Weges im neuen Jahr sind wir voller Hoffnung und die erleben wir auch in unserer Gemeinde. In der Verwaltung wird täglich daran gearbeitet, diesen nächsten Schritt möglich zu machen – mit Geduld, Verantwortung und dem Blick auf das Ganze. Nicht alles lässt sich sofort lösen, aber vieles lässt sich gut vorbereiten. Auch für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, darf diese Zuversicht gelten: dass unsere Gemeinde ein verlässlicher Ort bleibt. Ein Ort, an dem man weiß, wohin man gehört, und an dem man darauf vertrauen kann, dass Entscheidungen mit Augenmaß getroffen werden. 

 

(Helmuth Kern) Hoffnung ist mehr als ein Gefühl. Sie ist eine Haltung. Sie entsteht nicht aus der Abwesenheit von Sorgen, sondern aus der Entscheidung, ihnen gemeinsam zu begegnen. Gerade in Zeiten, in denen Unsicherheit, Wandel und Belastungen unseren Alltag prägen, zeigt sich, wie kraftvoll Hoffnung sein kann. Denn: Hoffnung, das ist keine Utopie, sondern tragender Gegenentwurf zu den herrschenden und uns oft sehr belastenden Zuständen. Hoffnung bedeutet, an die Zukunft unserer Gemeinschaft zu glauben – nicht naiv, sondern verantwortungsvoll. Sie lebt davon, dass Menschen einander zuhören, füreinander einstehen und bereit sind, gemeinsam Lösungen zu finden. 

 

(Melanie Braun) Als Bürgermeisterin erlebe ich Hoffnung nicht als abstrakten Begriff, sondern als konkrete Aufgabe. Sie zeigt sich dort, wo wir Entscheidungen treffen, die langfristig wirken. Wo wir Räume schaffen für Begegnung, Bildung und Teilhabe. Wo wir auch in schwierigen Momenten den Mut haben, nach vorne zu schauen und Verantwortung zu übernehmen. Hoffnung heißt nicht, dass alles sofort gut wird. Aber sie gibt uns die Kraft, dranzubleiben. Sie erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist – Schritt für Schritt, gemeinsam. In unserer Gemeinde sehen wir diese Hoffnung jeden Tag: im Engagement der Ehrenamtlichen, in der Fürsorge für Nach- barn, in der Bereitschaft, Neues zu wagen und Bewährtes zu schützen. 

 

(Helmuth Kern) Auch der Kulturring lebt, wie jeder Verein im Ort, von dieser Hoffnung und von diesem Vertrauen, das zeigt sich im ehrenamtlichen Engagement, der Arbeitskreise, der Betreuenden, den vielen Helferinnen und Helfern bei unserem Vier-Spartenhaus, mit der Schauspielreihe, der Kammermusikreihe, der Kleinkunstreihe und dem Kinder- und Jugendtheater. Und das zeigt sich auch an Ihnen, verehrte Besucherinnen und Besucher, die Sie heute Abend gekommen sind. Sie alle tragen den Kulturring Neckartenzlingen. Sorgen dafür, dass er stabil bleibt, dafür danken wir ganz herzlich. 

 

(Melanie Braun) Hoffnung und Vertrauen gehören zusammen, das äußerst sich im Mitgestalten in der Gemeinde, im Antrieb Ideen einzubringen, die dem Gemeinwohl verbunden sind. Hoffnung hat auch mit der Gewissheit zu tun, dass sich Probleme lösen lassen, dass neue Wege begangen werden können und dass man sie, wenn nötig, auch begehen kann. Und wer hofft, wird neue Wege gehen, wird sie begeistert gehen und wird dabei auch neue Ziele entdecken. Hoffnung wächst dort, wo Vertrauen entsteht: in unsere demokratischen Prozesse, in die Stärke unserer Gemeinschaft und in die Fähigkeit jedes Einzelnen, etwas beizutragen. Unsere Gemeinde ist stark, weil sie von Menschen getragen wird, die nicht aufgeben. Die hinschauen, anpacken und füreinander da sind.

 

(Helmuth Kern) So ist es: Diese Haltung ist die Grundlage unserer Hoffnung. Sie verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ohne Hoffnung, dass etwas besser werden kann, gäbe es keine Kultur, kein Schauspiel, keine Musik, keine Kunst. Hoffnung ist ein lebensbejahendes Prinzip, das trägt auch durch das Jahr 2026. Setzen wir uns deswegen dort, wo wir können, gegen Hass und Hetze, gegen rechtes Gedankengut und für eine intakte Umwelt und für Friedensfähigkeit ein. 

 

(Melanie Braun) Und denken Sie am Anfang Ihres Weges in das neue Jahr 2026 daran: Hoffnung und Vertrauen gehören zusammen. Lassen Sie uns diese Haltung bewahren und weitertragen – mit Offenheit, Respekt und Zuversicht. Denn wo Hoffnung lebt, entsteht Gestaltungskraft in unserer Gemeinde. Und wo wir gemeinsam gestalten, entsteht eine lebenswerte Zukunft für alle. 

 

(Helmuth Kern) Wir, Ihre Bürgermeisterin Melanie Braun und ich Helmuth Kern, Vorsitzender des Kulturrings Neckartenzlingen, 

(Melanie Braun) wünschen allen hier unten im Saal, oben auf der und hinter der Bühne ein Jahr 2026 

(Melanie Braun) und 

(Helmuth Kern) in denen sich viele Hoffnungen erfüllen.